Debattenbeitrag

Weiterbildung auf die politische Agenda!


Eine tolle Arbeitsgruppe.

Am 22. April traf sich die Arbeitsgruppe Weiterbildung und Qualifizierung des DenkraumArbeit – eines vom Progressiven Zentrum und der Friedrich-Ebert-Stiftung initiierten Dialogprozesses – und diskutierte mit Antje Draheim vom Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern und Josef Mikschl von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Schleswig-Holstein.


Vor dem Hintergrund fortschreitender Digitalisierung, demografischen Wandels und sich verändernder Erwerbsbiografien kommt beruflicher und individueller Weiterbildung eine Schlüsselfunktion in unserer Gesellschaft zu. Landauf, landab wird die Wichtigkeit von Weiterbildung betont. Es gibt jedoch viele Herausforderungen, lebenslanges Lernen in der Praxis umzusetzen und Uneinigkeiten darüber, wie die bestehenden Defizite behoben werden können.

 

Die Themenpaten der Arbeitsgruppe Weiterbildung und Qualifizierung: Stefan Profit (links) und Lars Andresen (hinten rechts).

Die Themenpaten der Arbeitsgruppe Weiterbildung und Qualifizierung: Stefan Profit (links) und Lars Andresen (hinten rechts).

Die Arbeitsgruppe Weiterbildung und Qualifizierung des DenkraumArbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Weiterbildung wieder stärker auf die politische Agenda zu setzen. Durch inklusive Dialogprozesse mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen – wie in den anderen drei Arbeitsgruppen des DenkraumArbeit – innovativ-progressive Lösungsansätze für bestehende politische Probleme entwickelt werden.

Einig waren sich die Referenten Antje Draheim und Josef Mikschl mit den Mitgliedern und Gästen der Arbeitsgruppe darin, dass sich die Weiterbildungslandschaft höchst unübersichtlich und intransparent gestaltet. Als weiteres signifikantes Problem wurde die mangelnde Unabhängigkeit von Weiterbildungsberatung und Weiterbildungsangeboten identifiziert.

Ein möglicher Lösungsansatz besteht den Diskutanten zufolge in einer stärkeren Fokussierung auf den spezifischen Bedarf an individueller und beruflicher Weiterbildung. Doch auch die Vereinheitlichung von Angeboten, ein Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Qualitätssteigungen in Weiterbildung und Weiterbildungsberatung wurden als langfristig zu verfolgende Ziele ausgemacht.


 

Fotoimpressionen finden Sie hier.








Veranstaltungsdatum

22. April 2015


Ort

Berlin